Lawinenabgang

Innenministerin Maria Fekter hat am 26. Mai 2010 gemeinsam mit dem „Kuratorium für Alpine Sicherheit“ die Alpinunfallstatistik 2009 präsentiert. Die Zahl der Alpinunfälle ist demnach zwar zurückgegangen, aber nur weil es signifikant weniger Unfälle im organisierten Skiraum gegeben hat.

Österreichweit deutlich zugenommen haben im Gegensatz dazu die Unfälle beim Wandern und Bergsteigen (+10,7%), beim Klettern (+9,8%) und beim Skitourengehen (+23%). Wie schon im vergangenen Berichtszeitraum ist das Lawinengeschehen als unerfreulich zu beurteilen. Jeden Winter verunglücken im 30-jährigen Mittel 26 Personen bei Lawinenereignissen tödlich. In der Winter-Saison 2009/2010 waren 37 Lawinentote zu beklagen.

In Österreich wird Suchaktion sofort eingeleitet

Im Vorjahr ist die Alpinpolizei insgesamt mehr als 400 Mal ausgerückt, um Menschen zu suchen, die vom Wandern, einer Schitour oder vom Schilaufen nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt zurückgekehrt sind. „Österreich hat die Besonderheit, dass Abgängigkeitsanzeigen in den Bergen sofort zu einer Suchaktion führen und nicht erst nach einer 24-stündigen Frist wie in anderen Ländern“, so die Innenministerin. In jedem Bundesland, außer in Wien und dem Burgenland, gibt es „Alpine Einsatzgruppen“. Insgesamt versehen 490 Alpinpolizistinnen und -polizisten bei diesen Einsatzgruppen ihren Dienst.

Die Alpinpolizei hat drei Aufgabenschwerpunkte:

– Erhebungen nach Alpinunfällen jeder Art
– das Fahnden nach Straftätern, das Suchen Abgängiger und die Organisation von Suchaktionen
– Retten und Helfen: Sehr oft sind Alpinpolizisten als eine der Ersten an einer Unfallstelle

Der Berichtszeitraum für die Alpinunfallstatistik 2009 beginnt mit 1. November 2008 und endet mit 31. Oktober 2009. Somit umfasst die Statistik die Wintersaison 2008/2009 und die Sommersaison 2009.

(BMI/PG)

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