Im Rahmen eines alpenweiten Wiedereinbürgerungsprojekts sind zwei junge Bartgeier in Kals, am Fuße des Großglockners, in die Freiheit entlassen worden. Die Tiere stammen aus einem spanischen und einem deutschen Zoo, wo sie im März geboren wurden. Bis Mitte Juli sind die beiden Bartgeier noch in einem künstlichen Horst untergebracht, danach werden sie ihr Vagabundenleben beginnen und zu weiten Flügen über den gesamten Alpenbogen starten.

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Freilassungshorste gibt es in den Hohen Tauern, in Italien, der Schweiz und in den französischen Hochalpen. Das Projekt der Wiederansiedelung wird getragen vom Nationalpark Hohe Tauern, dem WWF Österreich, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und der europäischen Zoos sowie des Vereines Eulen- und Greifvögelschutz Österreich.
Ziel ist der Aufbau einer überlebensfähigen Bartgeierpopulation in Österreich und im gesamten Alpenraum.

Seit Beginn des Projekts im Jahre 1986 konnten 160 Bartgeier in die Freiheit entlassen werden, von welchen schätzungsweise noch 130 leben. 70 Bartgeier wurden bereits in freier Wildbahn geboren.

Der größte Vogel der österreichischen Alpen
Der Bartgeier ist mit seinen drei Metern Spannweite der größte Alpenvogel Österreichs. Bartgeier sind extrem neugierig und haben die Angewohnheit, Menschen regelmäßig in geringer Höhe zu überfliegen. Daher zählen die Begegnungen mit einem Bartgeier zu den ganz besonderen Erlebnissen und sind mittlerweile gar nicht mehr so selten. Die große Flügelfläche verbunden mit geringem Körpergewicht  sowie der lange Schwanz machen den Bartgeier zum ausgezeichneten Segler und wendigen Flieger.

Daten & Fakten zum Bartgeier
Wissenschaftlicher Name: Gypaetus barbatus
Flügelspannweite: 2,5-3 m
Körperlänge: 110 cm
Gewicht: 4,5-7 kg

Nahrung: Aas, zu 80% Knochen
Lebenserwartung: 30-40 Jahre
Geschlechtsreife: 5-7 Jahre

Brutzeit: Januar-März
Eiablage: zwischen Mitte Januar und Anfang Februar
Brutdauer: 55 Tage
Nestlingszeit: ca. 120 Tage
Anzahl Eier: 2 (Zweites Ei wird als Reserve-Ei eine Woche nach dem ersten gelegt. Überlebt das erste Kücken so besteht für das zweite keine
Überlebenschance. Es wird verfüttert.
Anzahl überlebende Junge: immer nur 1
Lebensraum: Bergregion oberhalb der Waldgrenze, Schluchten
Verbreitung: Alpen, Pyrenäen, Balkan, Korsika, Kreta, Türkei aber auch zentralasiatische und afrikanische Gebirge.

www.hohetauern.at

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